Jaeger-LeCoultre und die fast vergessene Kunst des Emaillierens

Im Rahmen einer Einladung in die ehrwürdigen Räumlichkeiten des Schloss Augarten wurde die hohe Handwerkskunst des Emaillierens und die Verbundenheit von Jaeger-LeCoultre mit dieser fast vergessenen Kunst zur Schau gestellt

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© Johann-Sauty

Seit 1833 ist diese Liebe zum Detail der Antrieb der Manufaktur Jaeger-LeCoultre, deren Kunsthandwerker und Meisteruhrmacher jahrhundertealte Techniken mit Spitzentechnologien kombinieren und so herausragende Zeitmesser kreieren. Die Handwerkskünstler der Manufaktur verknüpfen bei der Fertigung der Uhrenkreationen Techniken wie das Emaillieren, das Gravieren und das Fassen von Edelsteinen – Tätigkeiten, die eine große Virtuosität erfordern und die bei Jaeger-LeCoultre unter einem Dach zusammengefasst sind.

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Email steht für den Sieg der Farbe über die Zeit. Dabei wählte Jaeger-LeCoultre die besonders edle, aber auch heikle Technik des Grand-Feu-Emails. Die Kunsthandwerker verwenden ein Gehäuse aus Gold mit einer Vertiefung von 0,4 mm, auf der sie drei Schichten weißes Email auftragen.

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Danach wird das Motiv mit Emailpulver gezeichnet, das durch den Zusatz von gemahlenen und mit Öl gemischten Metalloxiden gefärbt wird. Durch das Brennen im Ofen bei einer Temperatur von 800 °C erstarrt das Material auf der Grundschicht. Die Technik des Grand- Feu-Emails verleiht dem Stück besondere Reinheit und Haltbarkeit. Zum Schutz wird das Zifferblatt mit sechs bis acht Schichten transparenten Emails überzogen, die anschließend geschliffen und poliert werden, damit es eine spiegelnd glänzende Oberfläche erhält. Jedes Stück wird während des Emaillierens 17- bis 22-mal gebrannt. Bei jedem Brennvorgang kann das Email springen und Stunden der Arbeit zunichtemachen.

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Trotzdem werden die Emailleure des Experimentierens nie müde. Email auf Guillochierung, Miniaturmalerei – sie spielen voller Begeisterung mit dem Feuer, um alte Techniken wieder aufleben zu lassen und neue zu entwickeln.

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Eigens aus der Manufaktur für diesen Abend angereist war Sophie Quenaon, die seit vielen Jahren unter der Leitung von Miklos Merczel die kunstvollen Zifferblätter in mühevoller Detailarbeit herstellt. Bei einem Besuch der Baselworld im Jahre 1991, entdeckte der gelernte Uhrmacher seine Liebe zu dem schon fast ausgestorbenen Kunsthandwerk. Heute zählt die Abteilung bei Jeager-LeCoultre insgesamt sieben Mitarbeiter, die Tag für Tag an den Preziosen arbeiten.

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Sophie Quenaon von Jaeger LeCoultre (Bild ©Sabine Klimpt)

 

Neben Jaeger-LeCoultre präsentierten sich auch andere
Manufakturen und Produzenten edler Dinge und Köstlichkeiten

AUGARTEN_1_800x800Wie zum Beispiel die Manufaktur Augarten, die an diesem Abend gleichfalls als Hausherren ihre ehrwürdigen Räumlichkeiten für diese Veranstaltung zur Verfügung stellen.
Seit beinahe 300 Jahren entstehen in Wien Porzellanobjekte von unvergleichlicher Qualität. Die Manufaktur, die den gesamten Produktionsprozess nach wie vor zu 100% in Wien abhandelt, erfindet sich dabei immer wieder selbst – oft in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern und oft mit Hilfe von Ideen, die im Team entwickelt und umgesetzt werden.

JAEGER_LECOULTRE_AugartenFür das leibliche Wohl der Gäste sorgten ebenso das Weingut Ebner-Ebenauer aus dem Weinviertel. Im Jahr 2007 legten Marion Ebner und Manfred Ebenauer den Grundstein für ihr gemeinsames Schaffen. 40 bis 70 Jahre alte Weinstöcke, und die unterschiedlichen Böden der jeweiligen Weingärten machen den Wein zu der Individualität, die er ist. Marion und Manfred Ebner-Ebenauer: „Unsere Weine sind unbeeinflusst, brauchen Zeit, um sich zu entwickeln, sie sind keine Blender, wirken nachhaltig und sind langlebig. Die Natur schreibt das Drehbuch unserer Weine, wir führen die Regie!“

CR Brut_2_600x800Und was natürlich bei einer derartigen Veranstaltung auf keinen Fall fehlen darf ist der richtige Champagner. Ulrich Steinleitner, seines Zeichen Generalimporteur der Champagner Marke „Joseph Perrier“, kredenzte edle Tropfen. Exklusiv erhältlich ist der Champagner von „Joseph Perrier“ bei „MA MAISON“ in Wien .

 

 

 

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