Wiedergeburt von Carl Suchy & Söhne

1822 begann der kometenhafte Aufstieg der altösterreichischen Uhrenmarke Carl Suchy & Söhne und dauerte bis etwa 1918. Fast 100 Jahre später erlebt die Marke eine Wiedergeburt

CARL-SUCHY-Waltz-10

v.l.n.r.: Waltz N°1 und Waltz N°1 Skeleton von Carl Suchy & Söhne

WIE ALLES BEGANN

1822 eröffnet der österreichische Uhrmacher Carl Suchy im Alter von nur 26 Jahren seine erste Manufaktur in Prag. Zuvor lernte er bei Franz Lehner die Kunst der Uhrmacherei und war einige Jahre in München, anderen Städten Bayerns und in Prag als Geselle tätig. Zu Beginn wurden Stock- und Pendeluhren gebaut.
Carl Suchy galt als besonders gewissenhaft und penibel. Keine der hergestellten Meisterwerke verließen die Werkstatt bevor nicht er selbst die Uhren überprüft hatte. Er selbst soll es auch gewesen sein, der höchstpersönlich das Firmensigel einprägte, als Zeichen, dass er – und nur er –  für die höchste Qualität seiner Uhren bürgte.

CARL-SUCHY-Waltz-11

Standuhr von Carl Suchy, vermutlich um 1840

Aufgrund seiner technisch fortschrittlichen Produkte, die den damals marktführenden englischen und Schweizer Modellen ebenbürtig waren, erlangte er raschen Erfolg und wurde vielfach ausgezeichnet.

AUFSTIEG ZUM K. UND K. HOFLIEFERANTEN

Nachdem Carl Suchy 1835 zum ersten und lange Zeit einzigen „Hoflieferanten“ ernannt wurde, beschäftigte er 1838 bereits vierzig Mitarbeiter. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Carl Suchy weit über die Grenzen des Kaiserreichs hinaus bekannt.
Die in der österreichischen Manufaktur und ab 1853 in einer eigenen Schweizer Niederlassung in La Chaux-de-Fonds hergestellten Taschenuhren werden auf den Weltausstellungen in Paris, London und Wien ausgezeichnet.

CARL-SUCHY-Waltz-8

Schweizer Niederlassung in La Chaux-de-Fonds

Als k. u. k. Hoflieferant entsprachen Suchy Uhren den höchsten Anforderungen der damaligen Zeit. Mit dem Eintritt der Söhne ins Geschäft wurde die Firma umbenannt. Carl Suchy & Söhne arbeitete sich zum wichtigsten Uhrenhersteller der Donaumonarchie empor. Im Jahr 1853 gründete Carl Suchy junior in La Chaux-de-Fonds, im Schweizer Jura, eine Taschenuhrenfabrik.

CARL-SUCHY-Waltz-5

Taschenuhr von Carl Suchy & Söhne

Er belieferte nicht nur das väterliche Geschäft, sondern exportierte die dort produzierten Taschenuhren auch nach England.

GESCHÄFT IN DER WIENER INNENSTADT

CARL-SUCHY-Waltz-7

Geschäftslokal von Carl Suchy und Söhne in der Wiener Innenstadt

Circa 1863 gründete Hans Suchy, einer seiner vier Söhne, ein eigenes Geschäft in der Wiener Innenstadt. Zu den bekanntesten Kunden von Carl Suchy & Söhne zählten Adolf Loos, Österreichs Kaiser Franz Joseph I. und seine Frau Kaiserin Elisabeth, sowie der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud.

CARL-SUCHY-Waltz-6

v.l.n.r.: Adolf Loos, Kaiser Franz Joseph I und Sigmund Freud

Nach dem Tod von Hans Suchy im Jahr 1898 übernahm Witwe Therese das Geschäft in Wien. Nach dem Ende der Donau­monarchie im Jahr 1918 verliert sich vorerst die Geschichte des Hauses Suchy.

WIEDERGEBURT EINER TRADITION

CARL-SUCHY-Waltz-2

Robert Punkenhofer

Fast genau 100 Jahre nach dem Verschwinden der Marke wurde diese 2017 wiederbelebt. Der internationale Kunst- und Designexperte Robert Punkenhofer und ein weiterer Investor übernahmen die Marke.
Zusammen mit dem Designer Milos Ristin und dem Schweizer Uhrmachergenie Marc Jenni steht die Marke Carl Suchy & Söhne nun seit 2017 wieder für edle und extravagante Zeitmesser.

CARL-SUCHY-Waltz-1

Uhrmaher Marc Jenni

Seit ihrer Wiedergeburt und innerhalb kürzester Zeit, hat die Marke wieder internationalen Ruf erlangt, der sich in ihrer spektakulären Geschichte widerspiegelt.

CARL-SUCHY-Waltz-3

Welche Location könnte besser passen, als die Loosbar im Herzen Wiens

Sammler in mittlerweile 12 Ländern können sich stolze Besitzer einer Uhr von Carl Suchy & Söhne nennen.

NOMINIERUNGEN FÜR GPHG (2017 UND 2018)

CARL-SUCHY-Waltz-12

Waltz N°1 Skeleton von Carl Suchy & Söhne

Dass die Uhren in der obersten Liga der Uhrmacherkunst mitspielen, unterstreichen Nominierungen für die prestigeträchtigsten Awards der Uhrenbranche. Für den „Nobelpreis“ unter den Auszeichnungen, dem GPHG (Grand Prix d’Horlogerie de Genève) wurde Carl Suchy & Söhne 2017 für die Waltz N°1 und im Jahr darauf für die Waltz N°1 Skeleton nominiert.

EXKLUSIVE VERKAUFSSTELLEN WELTWEIT

Die in jährlich streng limitierten Serien erscheinenden Modelle werden auf den renommiertesten Uhrenmessen der Welt ausgestellt und bei einigen handverlesenen Fachhändlern wie Chronopassion in Paris, The Lavish Attic in Hongkong oder Noble Styling in Tokyo vertrieben. In Wien sind die Modelle von Carl Suchy & Söhne beispielsweise bei Uhrmachermeister Hübner erhältlich.

BILDGALERIE

 

Newsletter

Melde dich jetzt zum Newsletter an.
zur Anmeldung